Zeit statt Müll

03 Feb Zeit statt Müll

Habt Ihr schon einmal versucht, zwei Wochen lang kein Plastik zu kaufen? Ein Experiment, das herausfordert – und tatsächlich auch Spaß machen kann!

Muell
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Diese Infragestellung eingeübten Konsumverhaltens steht konträr zu der To-Go-Mentalität unserer Gesellschaft. In den letzten Jahren haben wir uns an die Vorzüge des schnellen Konsums und an die Mobilität unserer Naturalien wie von Café oder von ganzen Mahlzeiten gewöhnt. Der „Komfort“, jederzeit und mobil unsere Bedürfnisse decken zu können, ist jedoch nicht nur praktisch, sondern auch müllintensiv.

Der angebliche Zeitmangel verursacht Plastikmüllberge und Ressourcenengpässe

Die Alles-zu-jederzeit-Mentalität ist kurzfristig gedacht, zielt auf den schnellen Konsum und nicht auf die Konsequenzen ab. Es ist ein weitverbreiteter gesellschaftlicher Irrglaube, keine Zeit mehr zu haben. Woher kommt dieser angebliche Zeitmangel? Hat der Tag nicht nach wie vor 24 Stunden? Und was kann man tun, um die dadurch entstehenden Müllberge zu verhindern?

Abhilfe gegen die Alles-To-Go-Mentalität: Zurück zu natürlichen Ressourcen

Jeder von uns hat eigene Möglichkeiten, weniger Müll zu produzieren. Erstens, in dem man sich einfach die Zeit nimmt, also an Ort und Stelle isst und trinkt. Das lindert Stress und wirkt viel entspannender auf die menschliche Psyche, als direkt und im Verzehr zum nächsten Termin weiter zu rasen. Zweitens, in dem man auf langhaltbare Ressourcen, Naturmaterialien oder Recycling sein Augenmerk setzt. Es  empfiehlt sich, lieber Frischhaltedosen für Essen und die Mehrweg– oder Thermosflasche für Getränke zu nutzen. Die halten teilweise sogar Jahrzehnte, was für weniger Müll, Ressourcen und Energieverbrauch sorgt.

 


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Noch mehr Tipps: Besser Recyclingpapier nutzen, denn dieses Papier belastet die Umwelt am wenigsten. Alte Hefte gehören in die Altpapiersammlung, dann ist der Wertstoffkreislauf geschlossen und Altes kann sinnvoll aufbereitet werden. Mit unlackierten Holzstiften kann man genauso schön malen, wie mit Filz- und Lackstiften. Mit einem Kugelschreiber mit auswechselbarer Mine kann man Kunststoffabfall vermeiden. Klebstoffe und Korrekturflüssigkeiten gibt es auf umweltschonender Wasserbasis, genauso sind Radiergummi aus Kautschuk und Gummi gegenüber solchen aus PVC wesentlich umweltfreundlicher.

No plastic! Holz, Wasser, Farbenspektren aus natürlichen Ressourcen

Es gibt viele Dinge aus Holz wie Lineale, Spitzer, Textmarker, Ablagen, langlebige Gegenstände aus Naturmaterialien helfen Abfall und Schadstoffe zu vermeiden. Ebenso gibt es Mäppchen auch aus umweltverträglichen Materialien wie Leinen und andere Naturstoffen und Malkästen mit auswechselbaren Farbnäpfen. Ist eine Farbe leer, muss nicht der komplette Kasten ausgetauscht werden – das spart Geld und schont die Umwelt.

Gleich mal das eigene Einkaufsverhalten und die Materialien auf dem Schreibtisch untersuchen! Wir freuen uns auf Feedback, ob das Experiment, mal eine gewisse Zeit kein Plastik zu kaufen geglückt ist und welche Erfahrungen Ihr sammeln konntet.