Sinn und Unsinn des Glühlampenverbots

18 Apr Sinn und Unsinn des Glühlampenverbots

Nun ist es also endgültig durch: Das Glühlampenverbot. Immer mehr Umweltschützer fordern, neben der Abschaffung der Glühlampen auch andere Geräte mit schlechter Ökobilanz aus den Läden zu verbannen. Bisher reicht das Verbot allerdings nur für Glühstromfresser. Warum eigentlich?


Jonas Frankki

In der Europäischen Union, der Schweiz, Australien und einigen anderen Ländern ist aus Energiespargründen ein Herstellungs- und Vertriebsverbot von Glühlampen mit geringer Energieeffizienz (Energielabel E, F und G) geplant oder bereits in Kraft getreten.

Die EU-Kommission verspricht sich Einsparungen von bis zu 40 TWh durch die Verordnung zur Umstellung auf Energiesparlampen. Außerdem eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen um jährlich 15 Millionen Tonnen. Verbraucher haben die Wahl zwischen langlebigen Kompakt-Leuchtstofflampen, die aktuell die höchsten Energieeinsparungen ermöglichen, oder effizienten Halogenlampen. Ein Durchschnittshaushalt, der von Glühlampen auf Kompakt-Leuchtstofflampen umstellt, könne bei der Stromrechnung je nach Anzahl der ersetzten Lampen netto jährlich 25 bis 50 Euro einsparen. So weit die Theorie.

Die größten Profiteure des Glühbirnenverbots sind jedoch die Glühbirnenhersteller – im Gegensatz zur Umwelt und zu den Verbrauchern. Jetzt müssen dreimal so teure Energiesparbirnen gekauft werden, die giftiges Quecksilber enthalten, und natürlich längst nicht so lange halten, wie man es zunächst versprochen hat. Ein zusätzliches Umweltrisiko ist, dass viele sich nicht die Mühe machen und die kaputten Lampen zu einer Sammelstelle bringen.

Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Tipps des Umweltbundesamts. Hoffentlich rechtzeitig.