Regionale Agenda

07 Mrz Regionale Agenda

Wer kennt das nicht? Die eigene Region soll nachhaltiger werden, aber wie oder mit welchen Projekten und Mitteln macht man seine Region eigentlich nachhaltiger?


Illustration: Justine Göhrke

Unter dem Motto „Global denken – lokal handeln!“ haben bereits 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) über 170 Länder und NGOs Grundlagen in dem Leitpapier Agenda 21 beschlossen, um Nachhaltigkeit regional wirken zu lassen und Projekte direkt vor der eigenen Haustür in Gang zu setzen. In der Agenda 21 heißt es:

„Da viele der in der Agenda 21 angesprochenen Probleme und Lösungen auf Aktivitäten auf der örtlichen Ebene zurückzuführen sind, ist die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor bei der Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele. […]? Bis 1996 soll sich die Mehrzahl der Kommunalverwaltungen der einzelnen Länder gemeinsam mit ihren Bürgern einem Konsultationsprozess unterzogen und einen Konsens hinsichtlich einer ‚lokalen Agenda 21‘ für die Gemeinschaft erzielt haben.“ (Auszug aus dem Kapitel 28 der Agenda 21)

Mit Hilfe dieses Leitpapiers ist es möglich, Modellprojekte wie die Hofheimer Lokale Agenda 21 oder das DBU Darmstadt durchzuführen. Diese einmaligen Projekte der Klima-Kommunen bemühen sich um eine CO2-Minderung in der Region und weiteren lokalen Vorteilen für ein besseres Miteinander. Als koordinierendes ausführendes Organ für lokale Nachhaltigkeit in Deutschland ist der Rat für Nachhaltige Entwicklung für die Agenda 21 gegründet worden. An ihn wenden sich die unterschiedlichen lokalen Interessensgruppen. Der Rat bietet das Forum, sich deutschlandweit auszutauschen, voneinander zu lernen und inspirieren zu lassen.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Was braucht meine Region und was ist gut für die Menschen? Meist sind die ehrenamtlichen Projekte nur ein kleiner lokaler Schritt für die Bürger, aber ein riesiger Schritt für die Region und die Menschen, die davon profitieren können.

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