Got the green beat

14 Jun Got the green beat

Nanu?! Ist die sinnwerkstatt jetzt unter die Musikvideo-Produzenten gegangen? Einigen von euch wird unser Faible für visuell umwerfende, anspruchsvoll animierte Musik-Clips bereits aufgefallen sein…


Jonas Frankki

Tatsächlich konnten wir in den letzten Wochen gleich drei Videos im musikalischen Kontext umsetzen. Los ging es mit einem Trailer für das Elektro-Dubstep-Festival The Playground in London. Es folgte ein Musik-Video für die Berliner Combo Ostblockschlampen und ihre neue Single Cubic Circle. Nicht zu vergessen das Promovideo für den französischen DJ Habstrakt und seine neue Bassorgie Sick Style.

Klar bleiben wir unserem Kerngeschäft, den öko-sozialen NGOs, Initiativen und Unternehmen treu. Doch bei einem Ausflug in künstlerische Gefilde von Zeit zu Zeit lacht einfach jedes Designer-Herz und öffnet es, so dass auch die gemeinsten projektalltäglichen Widrigkeiten uns noch ein zartes Schmunzeln entlocken können. Und es ist ja nicht so, dass Überlegungen und Diskussionen zur Nachhaltigkeit nicht auch in der Musikwelt Einzug halten (sollten). Das ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass Künstler aufgrund einbrechender Tonträgerverkäufe den Großteil ihrer Einnahmen mittlerweile über Tourneen und Konzerte einspielen: dadurch sind viele Bands, Solokünstler und nicht zuletzt die sie begleitenden Fanscharen permanent unterwegs mit entsprechendem Einfluss auf die Umwelt. Zusätzlich kommt bei Festivals gern mal der CO2-Ausstoß einer Kleinstadt zusammen. Allein 40% der Emissionen entstehen dabei durch die An- und Abreise der Fans.

Klasse, dass sich eine Vielzahl von Ideen und Initiativen der Herausforderung „Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit in der Musikbranche“ annehmen. Tanz deinen Club grün! – so das Motto beim Clubmob, zu dem die sinnwerkstatt den Trailer beisteuern konnte. Bereits zweimal bewährte sich in Berlin das Prinzip, nach dem ein Club-Betreiber sich verpflichtet, 100% der Einnahmen einer durchtanzten Nacht in die Ressourcen– bzw. Klimaeffizienz seines Clubs zu investieren.

Beim Tanzen direkt Strom erzeugen, das geht dank dem „Sustainable Dancefloor„, der gerade erst Deutschland-Premiere in Frankfurt feierte. Die Tanzfläche als Kraftwerk – eine simple wie geniale Idee. Bis zu einen Zentimeter senkt sich der Boden ab, worauf die Bewegungsenergie durch viele kleine Generatoren zu Soundenergie transformiert wird – pro Tänzer bis zu 20 Watt. Mit ähnlichen Konzepten wird bereits experimentiert: Die Green Music Initiative sorgt (nicht nur) auf dem MELT! Festival für umweltbewusstes Feiern, wo es bereits die Fahrraddisko gab. Selbst Strampeln und Tanzen für den Soundtrack der Nacht, nachhaltiger ist wohl nur selbst Musik zu machen.

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