Einmal mehr Mehrwegpfand

28 Mrz Einmal mehr Mehrwegpfand

Es ist leider nicht überliefert, was der ehemalige rot-grüne Umweltminister und Initiator des Einwegpfands, Jürgen Trittin, über die Entwicklung seines größten Verdienstes denkt. Aber diesbezüglich liegt doch einiges im Argen…


Jonas Frankki

Eigentlich sollte der Sinn dieser Pfandeinführung (ein Konzept der vorherigen schwarz-gelben Regierung) für Plastik-, Glasflaschen und Dosen im Jahr 2003 doch bewirken, dass weniger Rohstoffe und Energie verbraucht werden müssen. Stattdessen jedoch werden es mehr. Wie kommt es dazu?

Die zurückgegebenen PET-Flaschen (Polyethylenterephthala/Polyester) werden eingestampft und neu hergestellt, was wenig im Sinne des Erfinders ist. In den Rückgabestationen werden die PETEinwegflaschen eingesammelt und teilweise recycelt, jedoch größtenteils nur „thermisch weiterverwendet“, sprich in Müllverbrennungsanlagen oder Heizkraftwerken als Feuerungsmittel eingesetzt.

Ergo sind für den Verbraucher ausschließlich die Mehrwegflaschen relevant. Eine Glas- oder Thermosflasche hat eine längere Lebensdauer, als eine Plastikflasche. Die sinnwerkstatt pflegt in diesem Kontext ein absolutes Pappbecherverbot, denn eine Ressource zur einmaligen Nutzung fördert nur die To-Go-Mentalität. Mehrweg statt Einweg. 

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.