Alles für die Tonnen

04 Apr Alles für die Tonnen

Wie trennt ihr, wie eure Bekannten den Müll zuhause? Wird auf eurer Arbeit getrennt? Wieviele Tonnen stehen dort bereit? Denkt man einmal darüber nach, handhabt jeder diese Aufgaben individuell. Aber was nützt Mülltrennung eigentlich und was ist dabei die beste Alternative?


Jonas Frankki

Jeder Deutsche verursacht im Durchschnitt um die 450 Kilogramm Müll pro Jahr. Mülltrennung scheint für die einen eine Art Religion zu sein, andere wiederum interessieren sich nicht die Bohne dafür. Bei ihnen kommt alles in eine Tonne, weil es so am einfachsten ist. Einige fordern schon seit längerem eine einheitliche Trennung in zwei Kategorien: Feuchte und trockene Lebensmittel.

Mit der Einführung des Grünen Punkts Anfang der 90er Jahre startete die Trennung der Abfälle in mindestens zwei Tonnen: Eine für Verpackungsmüll mit dem Grünen Punkt, eine für alles andere. Später kamen auch Altglastonnen und Altpapiertonnen dazu. Bei Papier und Glas lohnt sich die Trennung in jedem Fall – die Recyclingquote liegt hier bei über 80 Prozent.

Das Greenpeace Magazin hat festgestellt, dass das Sortieren und Aufbereiten der Kunststoffe dagegen aufwändig und teuer ist. Es wird deswegen nur knapp die Hälfte wiederverwertet. Der Begriff „Recycling“ wird dabei irreführend eingesetzt und ist bei Kunststoffen weit gefasst: Auch die „energetische Verwertung“, also das Verbrennen von Plastikmüll, fällt darunter.

Besonders gut für die Natur ist die Trennung biologischen Abfalls in einem Kompost, da ihre Verwesung in den Müllanlagen zusätzliche Giftstoffe verursacht. Werden sie vergoren, entsteht Methangas, aus dem sich in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme gewinnen lassen. Außerdem eignet sich Bioabfall hervorragend als Düngemittel im Garten oder auf dem Balkon. Auf in die Garten- und Trennsaison.

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